Minimalistisches Lichtdesign

Minimalstisches Lichtdesign ist eigentlich eine Verbindung von zwei Bereichen: Zum einen der Architektur und zum anderen des Designs von Leuchten und Lampen. Seit Mitte der 60er Jahre werden beide Bereiche erfolgreich miteinander kombiniert.

Minimalismus hat seine Wurzeln in einer Strömung der Architektur, die Anfang des 20. Jahrhunderts weite Verbreitung fand. Die sogenannte Architekturmoderne umfasst ganz verschiedene Schulen oder Stile, und ist auch heute noch international sehr angesehen. Einflüsse kamen aus der neuen Sachlickeit, dem Bauhaus-Stil, dem Expressionismus, Strukturalismus und dem Funktionalismus. Während all diese Strömungen teilweise verschiedene Charakteristika aufweisen, zeichnet sich der Minimalismus durch die Reduktion auf das Wesentliche aus. Wesentlich sind hier in erster Linie die Form und die Funktion.

Genau dieses Prinzip wird auf die Konzeption, Kreation und Herstellung von Beleuchtungslösungen angewendet. Die Köpfe hinter den Entwürfen sind oft Architekten und Designer, die an minimalistischen Konzepten in Architektur und Design gearbeitet haben oder immernoch arbeiten. So entstehen Synergie-Effekte: Die Zusammenarbeit von Architekten und Lichtdesignern einerseits und die Entlehnung eines Konzeptes aus der Architektur in das Lichtdesign andererseits. Ersteres kann nicht immer klar getrennt werden, da viele Designer in beiden Bereichen tätig sind. Aber einig sind sie sich oft in den Grundprinzipien von ‘gutem’ Design. Letzteres macht eine Theorie für das Lichtdesign fruchtbar: Die Reduktion der Form mithilfe der Bestimmung der Funktion.

Das hört sich zunächst abstrakt an, aber die Funktion ist einfach dadurch bestimmt, dass eine Leuchte auf bestimmte Weise gebraucht wird. Eine Leseleuchte soll beispielsweise gezieltes, direktes Licht spenden. Die Form dieser Leseleuchte orientiert sich dann an der Funktion oder dem Gebrauchsmuster. Technische Finessen erweitern mitunter die Funktion: So sollte der Arm einer Leseleuchte frei justierbar sein. ‘Gutes Design’ liegt zwar im Auge des Betrachters, aber funktionale Aspekte lassen sich schon durch einige grundlegende Überlegungen feststellen.

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